Übersichtsseite 1 zum Poster Wale und Delfine von Planet Poster Editions
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Blauwal (Balaenoptera
musculus) Blue whale - Weltweit ausser Nordpolarmeer - Grösse: 24-28 m (Männchen kleiner) Gewicht: 100 000-120 000 kg Nahrung: Südozeane: Krill (Euphausia) Nordpazifik, Nordatlantik: Krill (Thysanoessa), ausserdem Ruderfusskrebse, Zehnfusskrebse |
| Weibliche Blauwale sind die
grössten Tiere aller Zeiten (Rekorde über 33 m - alle derart grossen Tiere
wurden bis 1960 getötet, heutige Tiere werden nicht mehr so gross).
Blauwale erscheinen als erste im abtauenden Südpolarmeer und weiden Krill
am dichtesten an der Eiskante, etwa 100 m tief. Tauchgänge 3-10 min,
selten 20 min. Luftfontäne beim Ausatmen bis 9 m hoch. Geschwindigkeit bis
30 km/h. Nahrungsaufname im Sommer etwa 40 Mio Kleinkrebse pro Tag. Im
Winter frisst der Blauwal nicht und lebt von seinen Fettreserven. Geschlechtsreife nach 5-6 Jahren, Alter bis 90 Jahre.Dem Blauwal wurde nach 1850 gnadenlos nachgestellt, bis 1930 wurden über 300 000 Tiere abgeschlachtet, kurz danach totaler Zusammenbruch aller Populationen. Fangverbot 1966, nachdem schon jahrelang kein einziger Blauwal mehr vor die Harpunen gekommen war (gleichzeitig aber zehntausende Finnwale). Bestände 1920 noch bei 220 000, heute weniger als 4000 Tiere. Die Populationen scheinen sich kaum zu erholen. Blauwale sind Einzelgänger, kommunizieren wenig, und im weiten Ozean finden sich nicht genügend Tiere zur Paarung. Der Blauwal ist nach wie vor vom Aussterben bedroht, im Südpolarmeer leben vielleicht nur noch 500 Tiere. Möglicherweise überlebt die Nordpazifikpopulation, heute bei 2000 Tieren. | |
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Finnwal (Balaenoptera physalus)
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| Finnwale leben einzeln oder in
kleinen Gruppen, Tauchzeiten 10-15 min, bis 300 m tief. Die Tiere sind
relativ schnell (bis 37 km/h). Geschlechtsreife nach 10 Jahren, Alter bis
über 100 Jahre. Die schnellen Meeressäuger konnten erst ab 1860 nach
Erfindung der bis heute verwendeten Sprengsatz-Hapune gejagt werden. Kommerzielle Jagd in grossem Stil ab 1937 nach Plünderung der Blauwalbestände. Über 30 000 Finnwale wurden pro Jahr von einer industriellen Maschinerie systematisch abgeschlachtet, 1964 Zusammenbruch aller Populationen - danach stiegen die Walfänger auf den Seiwal um. Bestände um 1800 bei 490 000, um 1970 bereits über 90 % getötet. Island tötete Finnwale noch bis 1989. Inzwischen leicht erholt, aktuelle Bestandszahlen wieder über 50 000, die Art dennoch stark gefährdet. | |
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Buckelwal (Megaptera
novaeangliae) Humpback whale - Weltweit, bis 68° S - Grösse:11.5-15 m (Männchen kleiner) Gewicht: 25000-30000 kg Nahrung: Nordatlantik: Krill (Meganyctiphanes), Schwarmfische Nordpazifik: Krebstiere (Mysis, Pandalus), Schwarmfische Südozeane: Krill (Euphausia, Nyctiphanes, Thysanoessa) |
| Buckelwale leben in Küstennähe, allein oder in kleinen Gruppen. Langsame Schwimmer, wandern weite Strecken. Geschlechtsreife nach 5 Jahren, Alter bis 50 Jahre. Nach 1600 in grossem Stil gejagt, Bestände um 1900 im Süden noch deutlich über 100 000, bis 1950 bis an den Rand der Ausrottung geplündert, totales Fangverbot 1966. Bestände heute bei 8-10000, die meisten im Süden. Nord- und Südpopulationen treffen sich nie. | |
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Südlicher Glattwal (Südkaper) (Eubalaena
australis) Southern right whale - Gemässigte südliche Ozeane (30-50° S) - Grösse:11-18 m Gewicht: 30 000-80 000 kg Nahrung: Kleinste Schwebkrebse (Copepoda: Calanus), Krill (Euphausia) |
| Glattwale schimmen gern in Küstennähe, in kleinen Gruppen, langsam (10 km/h). Sie springen oft aus dem Wasser, tauchen selten länger als 15 min. Neugierige Tiere. Geschlechtsreif nach 7-15 Jahren. Glattwale wurden seit 1000 Jahren bejagt, die Populationen brachen schon um 1930 zusammen, geschützt ab 1937. Es muss hunderttausende gegeben haben, Bestandszahlen heute bei 7000, leicht steigend. Nördlicher und Südlicher Glattwal sind beide stark gefährdet. Der Nördliche Glattwal (Nordkaper, Eubalaena glacialis) sieht dem Südlichen zum Verwechseln ähnlich, die Verbreitungsgebiete sind deutlich getrennt. | |
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Grauwal(Eschrichtius
robustus) Gray whale - Nordpazifik, Bering- und Beaufortmeer - Grösse: 12-14 m Gewicht: 15 000-35 000 kg Nahrung: Kleinkrebse (Pachyneles, Fabia, Pleuroncodes etc.), Würmer, Weichtiere, kleinere Schwarmfische |
| Der Grauwal lebt küstennah in meist
flachen Gewässern, meist einzeln, wandert Tausende von Kilometern. Im
Atlantik vor 1700 ausgerottet, vor Japan und Nordamerika bis 1940 fast
ausgerottet, Fangverbot 1946. Bestände bei Japan scheinen sich nicht
wieder zu erholen, vor Nordamerika heute wieder 20 000 Tiere. Beliebt ist
whale watching vor Kalifornien und Baja California. Die indigene
Bevölkerung Sibiriens und Alaskas darf gut 100 Grauwale pro Jahr für den
Eigenbedarf erlegen. | |
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Seiwal (Balaenoptera borealis) |
| Seiwale schwimmen sehr schnell (bis
45 km/h), in Paaren oder kleinen Gruppen, beim Beutezug häufig in
Seitenlage, tauchen nur 5-10 min und nicht sehr tief. Tragzeit bis 12
Monate, Geschlechtsreife nach 10 Jahren, Alter bis 75 Jahre. Die schnellen
Tiere entkamen den Walfängern lange Zeit. Nach dem Zusammenbruch der
Finnwalbestände kam ab 1964 der Seiwal an die Reihe. In wenigen Jahren
mussten bis 1968 zehntausende Tiere ihr Leben lassen, danach kollabierten
auch die Seiwal- Populationen. Geschützt erst seit 1976. Bestand heute bei
50 000, die Art ist nach wie vor bedroht. | |
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Baird-Wal (Berardius bairdii) |
| Baird-Wale sind die grössten
Schnabelwale. Sie sind Hochseetiere und wandern wie viele Wale im Winter
nach Süden, im Sommer nach Norden. Sie leben in Schulen von 6-30 Tieren, tauchen bis 3000 m tief. Alter bis 70 Jahre. Seltene Art, Bestand nur mehrere 1000 Tiere, die Tiere werden von Japan "zu Forschungszwecken" weiterhin getötet (60 pro Jahr) und landen dort auf Märkten. | |
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Schwertwal, Orca (Orcinus orca) Grösse: 5.5-9.8 m (Weibchen kleiner) |
| Der Schwertwal ist der grösste
Delfin. Tauchzeiten bis 15 min, bis 55 km/h schnell. Tiere sehr
intelligent, in Familiengruppen, entwickeln gut durchdachte Jagdtechniken.
Alter bis über 80 Jahre (Männchen weniger). Wurde selten kommerziell gejagt, allerdings örtlich gezielt als Nahrungskonkurrent getötet. | |
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Kleiner Schwertwal (Pseudorca crassidens) Grösse:4.3-6 m |
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Nördlicher Entenwal ( Hyperoodon
ampullatus) |
| Entenwale leben in offenem, über
1000 m tiefen Meer, in Schulen von 4-10 oder mehr Tieren. Neugierige
Tiere, nähern sich auch Schiffsmotoren. Tauchtiefen bis 1500 m,
Tauchzeiten bis 70 min oder noch länger. Von Norwegen nach Ausrottung der
Grosswale im Nordmeer ab 1890 gnadenlos verfolgt, bis 1970 nahezu
ausgerottet. Bestand heute wieder leicht erholt, etwa 40 000 Tiere. | |
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Südlicher Entenwal (Hyperoodon
planifrons) |
| Der Südliche Entenwal lebt in Schulen von 2-12 Tieren und taucht ähnlich lange wie die nördliche Art. Bestand ca. 500 000 Tiere, wegen der langen Tauchzeiten selten beobachtet, aber nicht gefährdet. | |
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Weissflankenschweinswal (Phocoenoides
dalli) |
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In Schulen von 2-10 Tieren. Sehr schnell, bis 55 km/h. Offenbar gute Taucher. Bis 15 Jahre alt. Vor 1980 gab es von dieser Art noch über eine Million Tiere, die als Kleinwale nicht unter das Walmoratorium fielen. Japan tötete bis 1989 pro Jahr 40000 Tiere, seitdem werden die Zahlen geheimgehalten. | |
Übersicht Wale und Delfine Teil 2
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